Transparenz-Hinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links (Werbung). Klickst du darauf und schließt ab, erhalten wir ggf. eine Provision – für dich ohne Mehrkosten.

Make vs Zapier: Welches Tool lohnt sich für Coaches & Berater? (2026)

Du hast Zapier in der Empfehlung eines anderen Tools gesehen, vielleicht sogar schon einen Account angelegt. Dann hast du die Preisseite aufgerufen und gemerkt: Sobald mehr als eine Handvoll Automatisierungen laufen sollen, wird es schnell teuer. Make taucht in der Recherche auf – günstiger, ähnlich versprochen. Was jetzt?

Dieser Vergleich richtet sich nicht an Entwickler, die Workarounds und API-Limits diskutieren wollen. Er richtet sich an Coaches, Berater und kleine Agenturen, die Automatisierungen einfach nutzen wollen – ohne IT-Hintergrund, ohne Server, ohne Code. Aus genau dieser Perspektive unterscheiden sich Make und Zapier mehr, als es auf den ersten Blick scheint.

Die Kurzantwort

Wer maximale Einfachheit beim allerersten Einstieg sucht und nur eine oder zwei einfache Verbindungen braucht: Zapier ist schneller startklar. Wer mehr als zwei bis drei Automatisierungen plant, preisbewusst ist und bereit ist, sich 30–60 Minuten einzuarbeiten: Make liefert deutlich mehr Leistung fürs Geld – und das Gratis-Kontingent reicht für den Einstieg erheblich weiter.

Für die meisten Coaches und Berater im DACH-Raum lautet die Empfehlung: Make.

MakeZapier
HostingCloudCloud
Code nötigNeinNein
Visueller EditorJa, szenariobasiertJa, linear
Gratis-Kontingentgroßzügigeingeschränkt
Preis-Leistung★★★★★★★★☆☆
Einstiegmittelsehr einfach
Native Integrationensehr vielemehr (6.000+)

Der zentrale Unterschied: Preismodell und Lernkurve

Bevor du entscheidest, musst du zwei Dinge verstehen – sie machen den praktischen Unterschied.

Das Preismodell: Zapier rechnet in „Tasks” – jede einzelne Aktion innerhalb eines Workflows zählt als ein Task. Eine Automatisierung, die einen Lead empfängt, ins CRM schreibt und eine E-Mail versendet, verbraucht zwei bis drei Tasks pro Durchlauf. Das klingt harmlos, summiert sich aber schnell: Wer mehrere Workflows mit mehreren Aktionen betreibt, stößt zügig an das Limit des günstigsten Tarifs. Make zählt ähnlich in Operationen – aber die Gratis- und Einsteiger-Tarife sind deutlich großzügiger bemessen. Für vergleichbares Automatisierungsvolumen zahlst du bei Make spürbar weniger.

Die Lernkurve: Zapier ist bewusst so gebaut, dass du in fünf Minuten die erste Verbindung stehst. Der Editor ist linear: Schritt 1 passiert, dann Schritt 2, dann Schritt 3. Das ist intuitiv – und für eine einfache Aufgabe schneller als Make. Make denkt in „Szenarien” mit einem visuellen Modul-Editor, der von links nach rechts aufgebaut wird. Das ist mächtiger, braucht aber eine kurze Einarbeitung. Nach 30–60 Minuten ist der Unterschied im Alltag kaum noch spürbar.

Wo Zapier ehrlich gewinnt

Zapier hat echte Stärken, die wir nicht kleinreden:

Mehr native Integrationen im Verzeichnis. Mit über 6.000 fertigen App-Verbindungen ist Zapiers Katalog größer als der von Make. Für die allermeisten gängigen Tools (CRM, E-Mail, Kalender, Formulare) spielt das in der Praxis keine Rolle – beide Tools decken den Bedarf der meisten Coaches ab. Aber wenn du ein sehr spezielles Tool nutzt, lohnt sich ein Blick, ob es bei beiden gelistet ist.

Sanftester Einstieg überhaupt. Für jemanden, der noch nie eine Automatisierung gebaut hat und eine einzige, simple Verbindung braucht: Zapier ist das Tool mit der niedrigsten Hemmschwelle. Kein Szenario-Denken, kein visueller Editor – einfach Schritt für Schritt durch einen Assistenten geführt.

Bekanntheit und Ressourcen. Zapier existiert länger, hat eine große Community und viele englischsprachige Tutorials. Wer bei einem Problem googelt, findet für Zapier oft schneller eine Antwort als für Make.

Wo Make für deine Situation gewinnt

Für nicht-technische Coaches und Berater, die mehr als eine Handvoll Workflows aufbauen wollen, kippt die Waage klar zu Make:

Preis-Leistung schlägt Bequemlichkeit. Sobald du mehr als zwei bis drei einfache Automatisierungen betreibst, wird Zapiers Tarif-Struktur zum Problem. Make bietet vergleichbare – oft komplexere – Workflows zu einem erheblich günstigeren Preis. Für eine preisbewusste kleine Agentur oder einen Solopreneur ist das kein Detail, sondern ein struktureller Vorteil.

Großzügigeres Gratis-Kontingent zum Testen. Du kannst mit Make mehr und komplexere Automatisierungen kostenlos aufbauen, bevor du irgendetwas zahlst. Das senkt das Risiko: Erst testen, dann entscheiden.

Mächtiger bei wachsender Komplexität. Wer irgendwann Verzweigungen, Filter oder mehrstufige Abläufe braucht – „wenn der Lead aus Berlin kommt, dann anders als wenn aus Wien” –, kommt mit Make wesentlich weiter, bevor er an Grenzen stößt.

Kein verstecktes Aufzählen von Tasks. Das visuelle Szenario-Modell von Make macht transparent, was eine Automatisierung verbraucht. Es gibt keine bösen Überraschungen auf der Monatsabrechnung, weil ein Workflow unerwartet viele Tasks gezählt hat.

Make oder Zapier: Für wen was?

Wähle Zapier, wenn du:

Wähle Make, wenn du:

Wer technisch versiert ist und auch die günstigere Open-Source-Alternative prüfen will, findet unseren Make-vs-n8n-Vergleich hier – mit ehrlicher Einschätzung, wann sich Self-Hosting wirklich lohnt.

Häufige Fragen

Ist Make wirklich schwieriger zu bedienen als Zapier? Beim ersten Login ja – der Einstieg dauert etwas länger. Nach einer kurzen Einarbeitungsphase von etwa 30–60 Minuten ist der Unterschied im Alltag minimal. Für die meisten Nutzer überwiegt schnell der Preisvorteil.

Kann ich meine Zapier-Workflows zu Make migrieren? Nicht auf Knopfdruck – es gibt keinen automatischen Import. Die Logik ist aber übertragbar: Du baust die Workflows in Make nach, was mit einem bestehenden Zapier-Workflow als Vorlage schneller geht als von null. Die meisten Nutzer, die wechseln, nutzen den Moment für eine Bereinigung: Was wirklich gebraucht wird, wandert rüber; der Rest fällt weg.

Zapier hat mehr Integrationen – ist das ein Problem? Für die meisten Coaches und Berater: nein. Die gängigen Tools für CRM, E-Mail, Formulare und Kalender sind bei Make vollständig abgedeckt. Nur wenn du ein sehr nischenspezifisches Tool nutzt, lohnt ein Blick, ob es in Makes Verzeichnis steht.

Welches Tool ist DSGVO-freundlicher? Beide Anbieter haben EU-Datenschutz-Optionen und bieten Auftragsverarbeitungsverträge an. Make hat seinen Sitz in Tschechien (EU), was für manche Nutzer ein Vorteil ist. Prüfe in beiden Fällen, ob Daten über US-Server geroutet werden, falls das für deinen Anwendungsfall relevant ist.

Fazit

Make und Zapier sind beide solide Cloud-Tools für nicht-technische Nutzer – der Unterschied liegt nicht in der Grundfunktion, sondern im Preis-Leistungs-Verhältnis bei wachsendem Einsatz. Zapier gewinnt beim allerersten Einstieg mit einer einzigen Aufgabe. Make gewinnt sobald du ernsthafter automatisieren willst: mehr Volumen, komplexere Abläufe, niedrigere Kosten.

Für Coaches, Berater und kleine Agenturen im DACH-Raum, die Lead-Prozesse automatisieren wollen, ist Make die überlegene Wahl – nicht weil Zapier schlecht ist, sondern weil Make für diesen Anwendungsfall das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis bietet und mit einem großzügigen Gratis-Tarif das Testen risikofrei macht.

Make kostenlos testen

Mehr zum Thema: